AUGENERKRANKUNGEN
Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis.
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Altersbedingte Maculadegeneration

Die Maculadegeneration ist der langsame Verlust des zentralen Sehens im vorgerückten Lebensalter. Es treten Probleme beim Lesen auf, einzelne Buchstaben fallen aus, gerade Linien erscheinen verzerrt oder geknickt. Diese Veränderungen können langsam oder rasch fortschreiten. In schweren Fällen ist im Spätstadium Lesen auch mit dem Vergrößerungsglas nicht mehr möglich, beim Ansehen einer Person "fehlt das Gesicht". Dieser zentrale Ausfall führt nicht zur Erblindung, das Zurechtfinden besonders in gewohnter Umgebung ist nach wie vor möglich.

Ursache ist der Schwund von Sinneszellen im Maculabereich (zentrale Netzhaut = Stelle des schärfsten Sehens) im Alter durch genetische Faktoren und Umweltbelastung: übermäßige Bildschirmarbeit, Lichtbelastung, Ernährungsgewohnheiten, Rauchen usw. Kleine Ablagerungen in der Unterlage der Netzhaut führen zu Drusenbildung.

In 20% der Drusenmacula kommt es zu Gefäßwucherungen aus der Aderhaut, die zu einem zentralen Erguß mit Blutungen, der sog. "feuchten Maculadegeneration" führen. Nachfolgende Narbenbildungen in der Netzhautmitte bedingen eine rasche Sehverschlechterung.

Bei der "trockenen Maculadegeneration" kommt es zu einem langsamen Verlust von Sinneszellen und zur Atrophie des Netzhautzentrums. Dies führt zu langsam fortschreitenden Problemen beim Lesen und bei der Naharbeit.Regelmäßige augenfachärztliche Kontrollen ermöglichen diagnostische Hinweise bereits im Frühstadium durch die Biomikroskopie sowie moderne Spezialuntersuchungen: Das OCT, eine schonende und schmerzfreie Untersuchung, ermöglicht eine frühzeitige Diagnose von Maculaveränderungen.

Wichtigster Faktor ist die Prävention in Form gesunder Lebensweise: reichlich Bewegung, gesunde fettarme Ernährung, Vermeidung von Zigarettenrauch, regelmäßige Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen. Als Therapiemöglichkeiten stehen der Laser sowie moderne Medikamente, die direkt ins Auge appliziert werden, zur Verfügung.